Oralophobie
Die Oralophobie wird im Volksmund auch häufig Zahnarztangst, Dental, - oder Zahnbehandlungsangst genannt. Ca. 15% der Bevölkerung leiden darunter und gehen deshalb nur unter großen Ängsten bzw. überhaupt nicht zum Zahnarzt. Bedauerlicherweise befassen sich nur sehr wenige Zahnärzte mit der Oralophobie, deshalb ist es für viele Patienten schwierig, einen geeigneten Behandler zu finden. Doch zunächst noch Einiges zu dieser Erkrankung: Es gibt verschiedene Ursachen für diese Erkrankung. Einige davon sind: Schlechte Erfahrungen bei der zahnärztlichen Behandlung als Erwachsener oder als Kind, negative Erlebnisse aus dem Familien- oder Freundeskreis, oder Angst, weil falsch informiert wurde. Die beste Nachricht: Prinzipiell ist Oralophobie heilbar!
Die zweitbeste Nachricht: Den ersten Schritt muss der Betroffene tun!
Warum gerade die Mundhöhle ein besonders empfindlicher Bereich ist. Es gibt in der Medizin keine der "Oralophobie" vergleichbare Erkrankung, das heißt, keine andere ärztliche Maßnahme ist so häufig mit starker Angst besetzt, wie die zahnärztliche Therapie im Mundorgan.
Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, dass unser Gebiss eben kein Kauwerkzeug ist, sondern im Grunde genommen die gesamte Mundhöhle ein hochsensibles Wahrnehmungs- und Sinnesorgan ist. Japanische Wissenschaftler haben z.B. nachgewiesen, dass Ratten weniger lernfähig sind, wenn sie weniger Zähne im Mund haben. Auch der Säugling macht seine ersten Erfahrungen mit der Umwelt vorwiegend über die Mundhöhle, die Psychoanalyse nennt diesen Entwicklungsschritt zu Recht deshalb "orale Phase".
Es würde zu weit führen, hier alle psychologischen Aspekte des Problems zu beleuchten, halten wir einfach fest: Es leuchtet ein, dass sensible Menschen sich nicht gerne in einem derart wichtigen Organ, wie die Mundhöhle, "herumdoktern" lassen wollen und deshalb große Ängste entwickeln können.
Egal, aus welchen Gründen die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung entwickelt wurde, es gibt zur Behandlung der Erkrankung ein spezielles Anti-Angst-Training (AAT).
Mit diesem tiefenpsychologisch fundierten Stufenprogramm kann die Angst überwunden werden. Wie? Dazu gehören z.B. mehrere Gespräche, der Einsatz von hypnoseähnlich wirksamen mind-machines, spezielle hochfrequentale Musik, Fernsehbrillen, Bio-feed-backgeräte, eine extra für Oralophobiker entwickelte Psychotherapie und vieles mehr. Da Angst oftmals auf falschen Vorstellungen beruht, ist das multimediale Patienteninformationssystem ArtDent-Pro das nach neuropsychologischen und lernpsychologischen Kriterien erstellt wurde und angstfrei informiert, sehr hilfreich. Schritt für Schritt kann nun der Oralophobiker seine Angst verlernen und sich seine Zähne dauerhaft versorgen lassen. Zu guter Letzt erfährt der Oralophobiker noch alles, was er tun muss, um sein Gebiss gesund zu erhalten, damit ist das Angstproblem auch meistens für immer erledigt.
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